Shakespeare Sonett 4 (eigene Übersetzung)


Was reichst du deiner Schönheit Überschwang
nur dir allein verschwenderisch zum Lohn?
Natur schenkt nichts auf Dauer, freiem Drang
leiht sie zu Zeiten Platz auf ihrem Thron.
Was, Schönling Geizhals, schmähst du ihrer Gunst
Geschenk zu spenden, das sie dir verehrt?
Was, armer Wucherer, übst du die Kunst,
mit der trotz Fülle sich das Leben leert?
Hast du alleine mit dir selbst Verkehr,
wird dir vom süßen Selbst nichts als Betrug,
wenn die Natur dich ruft, was zeigst du her
beim letzten Gang? Sag, wäre es genug?
Wird ungenutzte Pracht mit dir begraben,
so wird kein Erbe sein, sich dran zu laben.

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