Im Herbst


Im Garten gedieh mir ein prächtiger Baum,
er wuchs und er wuchs und durchdrang so den Raum,
er wuchs auf der Erde und reicht bis zum Mond,
na bitte, da hat sich das Gießen gelohnt.

Ich brauchte im Herbst einen Apfel für Saft
und kletterte aufwärts mit all meiner Kraft,
ich bin schon weit oben, ich fühle mich leicht –
und habe beinahe den Wipfel erreicht.

In diesem Moment löst sich unter der Last
von meinem Gerüttel ein Apfel vom Ast,
der seither, wobei er die Erde umkreist,
sehr schön die Gesetze von Newton beweist.

Die Erde, sie torkelt, als sei sie beschwipst,
mein Bein ist gebrochen, man hat es gegipst,
am Krankenbett stehen zwei Blumen von Stroh,
ich brauche nicht gießen, sie halten auch so.

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